28. August 2026

Einwinterung der Bienenvölker: Wie die Bio-Imkerei Bienenkönig Niederrhein ihre Völker auf Herbst und Winter vorbereitet

Nach der Honigernte beginnt die Vorbereitung auf den Winter

Das Ende der großen Honigernten bedeutet nicht, dass das Bienenjahr vorbei ist. Im Gegenteil: Für die Bio-Imkerei Bienenkönig Niederrhein beginnt nun eine der wichtigsten Phasen des gesamten Bienenjahres – die Vorbereitung der Bienenvölker auf die Überwinterung.

Während im Frühjahr und Sommer vor allem Wachstum, Brutaufbau, Schwarmzeit und Honigeintrag im Mittelpunkt stehen, verändert sich der Schwerpunkt jetzt deutlich. Die Völker müssen sich auf die kommenden Monate vorbereiten. Die große Volksentwicklung ist abgeschlossen, die Natur stellt zunehmend weniger Nektar zur Verfügung und auch im Bienenvolk verändert sich der Rhythmus.

Jetzt kommt es darauf an, dass die Völker ausreichend stark sind, genügend eigene Vorräte besitzen und möglichst ruhig in die kalte Jahreszeit gehen können.

Ein starkes Volk ist die Grundlage für eine erfolgreiche Überwinterung

Eine erfolgreiche Überwinterung beginnt mit der Entwicklung des Volkes während des gesamten Jahres. Die Stärke eines Bienenvolkes ergibt sich nicht allein aus der Anzahl der vorhandenen Bienen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Brut, jungen Bienen, vorhandenen Vorräten und dem allgemeinen Zustand des Volkes.

Vor der Einwinterung beobachten wir deshalb genau, wie sich unsere Völker entwickelt haben. Wie groß ist das Volk? Wie sieht das Brutnest aus? Sind ausreichend Futtervorräte vorhanden? Wie verhalten sich die Bienen? Und macht das Volk insgesamt einen stabilen und gesunden Eindruck?

Diese Beobachtungen helfen dabei, die Völker richtig einzuschätzen und die notwendigen Maßnahmen auf das jeweilige Volk abzustimmen. Denn jedes Bienenvolk ist ein eigener Organismus und entwickelt sich nicht immer exakt gleich.

Unsere Bienen überwintern auf ihrem eigenen Bio-Honig

Ein wichtiger Bestandteil unserer Betriebsweise ist die natürliche Versorgung der Völker. Unsere Bienenvölker überwintern auf ihrem eigenen Bio-Honig.

Honig ist das natürliche Winterfutter der Honigbiene. Die Bienen sammeln im Laufe der Saison Nektar, verarbeiten ihn und lagern ihn als Vorrat in den Waben ein. Wenn die Temperaturen sinken und die Bienen nicht mehr regelmäßig ausfliegen können, greifen sie auf diese Vorräte zurück.

Für uns gehört es zu einer naturnahen Bio-Imkerei, den Bienen ausreichend eigene Vorräte zu belassen. Wir entnehmen deshalb nicht einfach jeden vorhandenen Honig aus den Völkern. Die Versorgung der Bienen steht an erster Stelle.

Was wir ernten, ist der überschüssige Honig, den wir verantwortungsvoll aus den Völkern entnehmen können. Ein Teil der Vorräte bleibt bei den Bienen und bildet ihre Grundlage für Herbst und Winter.

Die Bienen bereiten sich selbst auf den Winter vor

Auch innerhalb des Bienenvolkes beginnt mit dem Übergang zum Herbst eine besondere Phase. Die Bienen reduzieren ihre Aktivität allmählich und passen das Volk an die kommenden Temperaturen an.

Während im Sommer große Mengen an Bienen für Sammelflüge und Brutpflege benötigt werden, verändert sich die Zusammensetzung des Volkes. Die sogenannten Winterbienen spielen dabei eine besondere Rolle. Sie werden zu einer Zeit aufgezogen, in der das Volk bereits beginnt, sich auf die kalte Jahreszeit einzustellen.

Die Bienen müssen schließlich mehrere Monate überstehen, in denen kaum oder gar keine Nahrung von außen eingetragen werden kann. Dafür nutzen sie ihre Vorräte und bilden bei niedrigen Temperaturen eine Wintertraube.

Die Aufgabe des Imkers besteht deshalb nicht darin, den Bienen jeden Schritt abzunehmen. Vielmehr geht es darum, die richtigen Voraussetzungen zu schaffen und die natürlichen Abläufe so wenig wie möglich zu stören.

Einwinterung bedeutet auch: weniger Eingriffe und mehr Beobachtung

Während der aktiven Saison sind regelmäßige Kontrollen und Eingriffe notwendig. Mit Beginn der Einwinterung wird die Betriebsweise zunehmend ruhiger.

Die Völker sollen jetzt nicht mehr ständig geöffnet oder unnötig gestört werden. Viel wichtiger ist es, die Entwicklung richtig einzuschätzen und anschließend Ruhe einkehren zu lassen.

Auch das gehört für uns zu einer verantwortungsvollen Imkerei: Nicht jede Kontrolle ist automatisch sinnvoll. Wer seine Völker kennt und ihre Entwicklung über das gesamte Jahr beobachtet hat, kann viele Entscheidungen bereits aus dem Verhalten der Bienen und den sichtbaren Signalen ableiten.

Was nach der Honigernte mit unserem Honig passiert

Parallel zur Einwinterung der Völker beginnt für uns die Verarbeitung und Vermarktung der geernteten Honige. Die Arbeit an den Bienenständen und die Arbeit in der Honigverarbeitung gehen dabei Hand in Hand.

Die geernteten Honigwaben werden entdeckelt und geschleudert. Anschließend wird der Honig sorgfältig weiterverarbeitet, gesiebt und je nach Sorte gerührt oder abgefüllt. So entsteht aus der Arbeit der Bienen ein fertiges Produkt, das schließlich bei unseren Kunden landet.

Dabei ist uns wichtig, dass der Weg vom Bienenvolk bis zum fertigen Glas nachvollziehbar bleibt. Unser Bio-Honig stammt von unseren Bienenvölkern und wird von uns sorgfältig verarbeitet und vermarktet.

Regionaler Bio-Honig direkt aus der eigenen Imkerei

Die Vermarktung unseres Honigs erfolgt bewusst regional. Ein großer Teil unserer Produkte ist direkt bei uns erhältlich – unter anderem über unseren Selbstbedienungs-Honigschrank.

Damit können unsere Kunden ihren Bio-Honig direkt dort kaufen, wo er entsteht. Gleichzeitig können wir den persönlichen Kontakt zu unseren Kunden pflegen und zeigen, woher das Produkt kommt.

Darüber hinaus ist unser Bio-Honig auch an verschiedenen regionalen Verkaufsstellen erhältlich. So bleibt der Honig in der Region und erreicht Menschen, die Wert auf regionale Lebensmittel, kurze Wege und nachvollziehbare Herkunft legen.

Einwinterung und Vermarktung gehören zusammen

Auf den ersten Blick scheinen Einwinterung und Honigvermarktung zwei völlig unterschiedliche Bereiche zu sein. Tatsächlich gehören sie eng zusammen.

Die Honigernte ist nur möglich, weil die Bienen während der Saison Überschüsse eingetragen haben. Gleichzeitig können wir nur verantwortungsvoll Honig vermarkten, wenn wir die Bedürfnisse unserer Völker berücksichtigen.

Für uns steht deshalb nicht die maximale Honigmenge im Mittelpunkt. Entscheidend ist ein gesundes Verhältnis zwischen dem, was wir ernten können, und dem, was die Bienen selbst benötigen.

So entsteht ein Kreislauf: Die Bienen sammeln Nektar und verarbeiten ihn zu Honig. Wir entnehmen nur einen Teil der Vorräte, verarbeiten ihn sorgfältig und bringen ihn als regionalen Bio-Honig zu unseren Kunden. Die Völker behalten ausreichend eigenen Honig und werden auf die Überwinterung vorbereitet.

Der Winter beginnt lange vor dem ersten Frost

Die Einwinterung ist keine einzelne Handlung an einem bestimmten Tag. Sie ist vielmehr ein Prozess, der sich über einen längeren Zeitraum entwickelt.

Schon die Volksentwicklung im Frühjahr, die Trachtbedingungen im Sommer, die Honigernte und die anschließende Betreuung beeinflussen, wie ein Volk in den Winter geht. Deshalb ist die Einwinterung auch ein guter Zeitpunkt, um auf das gesamte vergangene Bienenjahr zurückzublicken.

Welche Völker haben sich besonders gut entwickelt? Wie war das Trachtangebot? Welche Honigernten konnten wir einfahren? Und wie sehen die Völker jetzt aus?

Aus diesen Beobachtungen entsteht die Grundlage für die Planung des nächsten Bienenjahres.

Mit Ruhe durch Herbst und Winter

Wenn die Einwinterung abgeschlossen ist, kehrt am Bienenstand zunehmend Ruhe ein. Die Bienen brauchen jetzt vor allem ihre Vorräte und einen möglichst geschützten Lebensraum.

Für uns beginnt damit eine andere Art der Imkerei. Die intensive Arbeit am Volk nimmt ab, während Beobachtung und Vorbereitung in den Hintergrund treten. Gleichzeitig laufen die Arbeiten rund um Honig, Produkte, Material und die Planung der kommenden Saison weiter.

Das Bienenjahr schließt damit seinen Kreis: Aus den starken Völkern des Frühjahrs sind gut vorbereitete Wintervölker geworden. Und während unsere Bienen auf ihrem eigenen Bio-Honig überwintern, beginnt für uns bereits langsam die Vorbereitung auf die nächste Saison.

Denn irgendwann werden wieder die ersten warmen Tage kommen, die ersten Bienen zu ihren Reinigungsflügen aufbrechen und die ersten Frühjahrsblüten am Niederrhein erscheinen. Dann beginnt der Kreislauf von Neuem.

Was wir sonst noch machen

Bienenstock auf einem Baum, umgeben von fliegenden Bienen und grünem Laub.

Schwarmfang

In Ihrem Garten hat sich ein Bienenschwarm niedergelassen oder Sie haben einen Schwarm entdeckt, dann melden Sie sich bei uns. Wir fangen Bienenschwärme in Bedburg-Hau, Schneppenbaum, Kalkar, Goch, Kleve und Umgebung ein und geben ihnen ein Zuhause.

Gruppe von Menschen, die an einem Zaun stehen und auf eine Aktivität im Freien schauen.

Bienenpatenschaften

Sie möchten sich privat für den Bienenschutz einsetzen oder mit Ihrem Unternehmen und Ihren Mitarbeitern die Imkerei und den Artenschutz näherbringen, dann sprechen Sie uns an!  Gerne können Sie - auch als Unternehmen - eine Bienenpatenschaft übernehmen und so der Natur was Gutes tun.

Bienenwaben in einem Korb, gefüllt mit Honig und lebenden Bienen.

Imkerei erleben

Sie wollen mehr über Bienen und Imkerei erfahren. Auch Gruppen, Kindergärten, Schulklassen sind an unserem Bienenstand in Bedburg-Hau Schneppenbaum herzlichst willkommen. Sprechen Sie uns jederzeit an. Gerne versuchen wir einen Termin mit Ihnen zu finden.

Logo der Bienenkönig Niederrhein mit stilisierter Biene und Krone.

Bio-Imkerei

Bienenkönig Niederrhein

Timo Weitz

Uedemer Straße 204

47551 Bedburg-Hau Schneppenbaum

mobil: 0151-56057416

E-Mail: timo@bienenkoenig-niederrhein.de

web: www.bienenkoenig-niederrhein.de

Schwarmnotruf

>> Zum Schwarmnotruf <<

Für die Regionen:

Bedburg-Hau, Schneppenbaum, Kalkar, Goch, Kleve und Umgebung.

Für Wespen sind wir nicht zuständig.
 

Social Media

© Urheberrecht. Alle Rechte vorbehalten. 

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.