Wie wir imkern

In unserer Bio-Imkerei zeigen wir, wie wir imkern: bienenwohlorientiert, möglichst ruhig und mit viel Respekt vor dem natürlichen Verhalten der Völker. Den Großteil unserer Bienen führen wir in der Hohenheimer Einfachbeute aus Holz mit DNM-Rähmchen. Zusätzlich halten wir verschiedene Beutensysteme – vom Lüneburger Stülper (Bienenkorb) über Warré-Beuten mit Oberträgern und Sichtfenster fenstern bis hin zu Hinterbehandlungsbeuten aus der ehemaligen DDR, restaurierten über 100 Jahre alten Bienenbehausungen und MiniPlus-Beuten für Königinnenvermehrung. So verbinden wir moderne Bio-Imkerei mit Tradition, Wissen und anschaulichen Einblicken für Führungen.

Unsere Bio-Imkerei: ruhig, achtsam und auf Bienenwohl ausgerichtet

Wir verstehen unsere Bio-Imkerei nicht als „Honigproduktion um jeden Preis“, sondern als verantwortungsvolle Arbeit mit einem faszinierenden Superorganismus. Deshalb setzen wir auf eine Betriebsweise, die Eingriffe reduziert, das Volkverhalten respektiert und die Gesundheit der Bienen in den Mittelpunkt stellt.

Statt ständig „nachzuschauen“, arbeiten wir viel über Beobachtung: Flugloch, Futterstand, Wetterfenster, Trachtverlauf und Volksstimmung. So erkennen wir früh, was ein Volk braucht – ohne es unnötig auseinanderzunehmen.

Bio bedeutet für uns nicht nur ein Siegel, sondern eine Haltung: sauber, transparent, nachhaltig – und immer mit Blick darauf, dass Bienen keine Maschinen sind, sondern Lebewesen mit eigenen Rhythmen.

Bunte Bienenstöcke stehen in einer grünen Wiese neben Bäumen.

Unser Standard: Hohenheimer Einfachbeute (Holz) im Deutsch Normalmaß

Den Großteil unserer Völker führen wir in der Hohenheimer Einfachbeute – einer bewährten Holzbeute mit klarer, durchdachter Konstruktion. Sie bietet gute Bedingungen für eine ruhige Betriebsweise und lässt sich sauber, übersichtlich und bienenschonend bearbeiten.

Die Beute arbeitet mit 12 Rähmchen im Deutsch Normalmaß (DNM). Dieses Maß ist weit verbreitet, praxiserprobt und ermöglicht eine strukturierte, zügige Durchsicht – ein Vorteil, wenn man möglichst kurz und effizient am Volk arbeiten möchte.

Holz als Material passt zu unserem Ansatz: natürlich, langlebig und mit einem angenehmen Stockklima. Genau diese Mischung aus Praxis, Stabilität und Bienenkomfort macht die Hohenheimer Einfachbeute für uns zur passenden „Hauptbeute“.

Mehr als Honig: Beutenvielfalt zum Lernen, Zeigen und Verstehen

Unsere Bio-Imkerei besteht nicht nur aus Honigernte – wir möchten Bienenhaltung begreifen, zeigen und weiterlernen. Deshalb halten wir zusätzlich verschiedene Beutensysteme, um Unterschiede in Bauweise, Bienenverhalten und Betriebsweise sichtbar zu machen.

Diese Vielfalt nutzen wir bewusst für Erfahrungszwecke, für den eigenen Lernprozess – und auch, um bei Führungen anschaulich erklären zu können, wie unterschiedlich Imkerei sein kann.

So entsteht bei uns eine Art „kleines Freiluft-Lernfeld“: vom traditionellen Bienenkorb bis zur speziellen Beute für die Königinnenvermehrung. Jede Beute erzählt ein Stück Imkereigeschichte – und zeigt, wie viele Wege es gibt, Bienen zu halten.

Bienenwaben mit Honig und Bienen in einem Bienenstock.

Bienenkörbe: traditionelle Imkerei im Lüneburger Stülper

Aktuell imkern wir im Bereich der Bienenkörbe vor allem mit dem Lüneburger Stülper. Bienenkörbe stehen wie kaum etwas anderes für eine ursprüngliche, traditionelle Art der Bienenhaltung – mit einem ganz eigenen Charme und einer besonderen Nähe zum Naturwabenbau.

In diesem Jahr möchten wir diesen Bereich deutlich ausbauen: Geplant ist ein traditioneller Bienenzaun, in den mehrere Körbe integriert werden. So soll ein kleiner, historisch inspirierter Bereich entstehen, der nicht nur schön aussieht, sondern auch bei Führungen viel erklärt – über alte Betriebsweisen, Handwerk und die Entwicklung der Imkerei.

Ein Kanitzkorb wurde bereits von uns selbst angefertigt – in einem Wochenend-Flechtkurs. Außerdem suchen wir aktuell noch einen Bannkorb und möchten perspektivisch auch einen Schwarzwälder-Bienenkorb sowie einen Passauer Korb zeigen, um verschiedene Korbtypen vergleichen zu können.

Warré-Beute: Naturwabenbau mit Oberträgern und Beobachtungsfenster

Die Warré-Beute ist eine ältere Beutenart französischen Ursprungs, die ohne klassische Rähmchen arbeitet. Stattdessen gibt es Oberträger – die Bienen bauen ihre Waben im Naturbau frei nach unten und (je nach Entwicklung) teilweise auch an den Seiten an.

Das bedeutet: Bei einer Durchsicht wird sehr behutsam gearbeitet. Waben werden bei Bedarf vorsichtig gelöst, und Eingriffe erfolgen bewusst selten. Genau das passt zu unserem Ansatz, die Völker nicht „dauernd zu öffnen“, sondern vor allem zu beobachten.

Unsere Warré-Beute hat zudem Sichtfenster. Dadurch lässt sich wunderbar zeigen, was im Volk passiert, ohne sofort den ganzen Brutraum aufzumachen – ideal, um Verhalten, Wabenbau und Entwicklung anschaulich und gleichzeitig bienenschonend zu vermitteln.

Bienenstock in grüner Farbe, steht auf einer Holzpalette vor roter Wand mit Pflanzen.
Bienen auf einem Wabenrahmen, umgeben von Honig und anderen Bienen.
Holzkiste mit blauen Türen, auf einem Ständer in einer farbenfrohen Umgebung.

Hinterbehandlungsbeute: Imkern von hinten – ein Stück ostdeutsche Imkereigeschichte

Hinterbehandlungsbeuten waren lange Zeit besonders in bestimmten Regionen verbreitet – unter anderem auch im ostdeutschen Raum. Die Bedienung erfolgt „von hinten“, was eine ganz eigene Arbeitsweise mit sich bringt und im Vergleich zu Magazinbeuten spannende Unterschiede zeigt.

Unsere Hinterbehandlungsbeuten stammen aus der ehemaligen DDR. Wir haben sie persönlich in Jena abgeholt und mehrere Exemplare gekauft. Eine Beute ist bereits restauriert, die weiteren warten noch auf ihre Aufarbeitung.

Gerade für Führungen ist diese Beutenform ein echtes Highlight: Sie zeigt sehr anschaulich, wie unterschiedlich Imkerei früher organisiert war – und wie stark Handwerk, Konstruktion und regionale Traditionen die Bienenhaltung geprägt haben.

MiniPlus-Beuten: Königinnenvermehrung und Zucht im Kleinstvolk

Für die Königinnenvermehrung und -zucht nutzen wir MiniPlus-Beuten. Sie sind kompakt, effizient und ideal, um Königinnen gezielt zu führen, zu begatten und aufzubauen.

MiniPlus arbeitet mit kleinen Rähmchen und kleinen Einheiten – dadurch lassen sich Prozesse sehr präzise steuern: Aufbau von Begattungseinheiten, Reserveköniginnen, Zwischenparken oder das geordnete Heranführen an neue Königinnen.

Dieser Bereich ist für uns nicht nur „Technik“, sondern ein wichtiger Baustein für gesunde, stabile Völker – denn gute Königinnen sind die Grundlage für Vitalität, Ruhe und eine saubere Entwicklung im Jahreslauf.

Bienenstöcke mit Bienen auf einem hellblauen Bienenhaus im Freien.

Über 100 Jahre alte Bienenbeuten: restaurierte Originale mit Geschichte

Ein ganz besonderer Teil unserer Imkerei sind mehrere über 100 Jahre alte Bienenbehausungen, die wir geschenkt bekommen haben. Durch Zeitungen, die im Inneren als Füllmaterial genutzt wurden, lässt sich das Alter recht eindeutig einordnen – und genau diese „Zeitkapseln“ machen sie so spannend.

Wir haben diese Beuten restauriert, auch wenn es technisch aufwendiger ist: Es passt kein gängiges Rähmchenmaß hinein, vieles muss angepasst werden, und man arbeitet deutlich individueller. Aber genau das macht den Reiz aus.

Mit solchen historischen Beuten Bienen durchs Jahr zu führen ist nicht nur lehrreich, sondern auch eine besondere Form von Wertschätzung: für alte Bauweisen, für Handwerk – und dafür, wie Imkerei über Generationen hinweg funktioniert hat.

Was als Nächstes entsteht: Bienenzaun, Figurenbeute und Klotzbeute

Neben dem Ausbau des Korbbereichs mit Bienenzaun möchten wir perspektivisch auch eine historische Figurenbeute anfertigen. Solche Beuten sind echte Blickfänger und zeigen eindrucksvoll, wie kreativ und kunstvoll Bienenhaltung früher teilweise gestaltet wurde.

Außerdem planen wir eine Klotzbeute – also eine Behausung, die sich stark an natürlichen Baumhöhlen orientiert. Auch hier steht weniger „Honigleistung“, sondern vor allem Erfahrung, Anschauung und Bienenverhalten im Mittelpunkt.

So wächst unsere Imkerei Schritt für Schritt zu einem Ort, an dem moderne Bio-Imkerei und historisches Wissen zusammenkommen – zum Lernen, Staunen und Verstehen.

Bienenstock mit zahlreichen Bienen und Waben in der Natur.
Lila Echinacea-Blüten mit orangefarbenen Mitteln im grünen Garten.

Was wir sonst noch machen

Bienenstock auf einem Baum, umgeben von fliegenden Bienen und grünem Laub.

Schwarmfang

In Ihrem Garten hat sich ein Bienenschwarm niedergelassen oder Sie haben einen Schwarm entdeckt, dann melden Sie sich bei uns. Wir fangen Bienenschwärme in Bedburg-Hau, Schneppenbaum, Kalkar, Goch, Kleve und Umgebung ein und geben ihnen ein Zuhause.

Gruppe von Menschen, die an einem Zaun stehen und auf eine Aktivität im Freien schauen.

Bienenpatenschaften

Sie möchten sich privat für den Bienenschutz einsetzen oder mit Ihrem Unternehmen und Ihren Mitarbeitern die Imkerei und den Artenschutz näherbringen, dann sprechen Sie uns an!  Gerne können Sie - auch als Unternehmen - eine Bienenpatenschaft übernehmen und so der Natur was Gutes tun.

Bienenwaben in einem Korb, gefüllt mit Honig und lebenden Bienen.

Imkerei erleben

Sie wollen mehr über Bienen und Imkerei erfahren. Auch Gruppen, Kindergärten, Schulklassen sind an unserem Bienenstand in Bedburg-Hau Schneppenbaum herzlichst willkommen. Sprechen Sie uns jederzeit an. Gerne versuchen wir einen Termin mit Ihnen zu finden.

Logo der Bienenkönig Niederrhein mit stilisierter Biene und Krone.

Bio-Imkerei

Bienenkönig Niederrhein

Timo Weitz

Uedemer Straße 204

47551 Bedburg-Hau Schneppenbaum

mobil: 0151-56057416

E-Mail: timo@bienenkoenig-niederrhein.de

web: www.bienenkoenig-niederrhein.de

Schwarmnotruf

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Für die Regionen:

Bedburg-Hau, Schneppenbaum, Kalkar, Goch, Kleve und Umgebung.

Für Wespen sind wir nicht zuständig.
 

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